Weihnachtsmann auf der Greizer Eisbahn gesichtetNoch ist die Eissportfläche leer.

Die Eishalle in Greiz wird auch in der Saison 2026/2027 nicht für den Eislaufbetrieb zur Verfügung stehen. Damit bleibt der bereits in der vergangenen Saison ausgesetzte Eisbetrieb weiterhin eingestellt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten eine gutachterliche Einschatzung und die daraufhin durchgefOhrten Untersuchungen erhebliche technische und sicherheitsrelevante Mangel an der Eishalle aufgezeigt. lnsbesondere in den Bereichen Elektrotechnik, Betriebssicherheit sowie an der Kalte- und Eisanlagentechnik bestand erheblicher Handlungsbedarf.

Vor diesem Hintergrund war der Eisbetrieb in der Saison 2025/2026 aus SicherheitsgrOnden und aufgrund der damit verbundenen erheblichen finanziellen Belastungen nicht fortgefOhrt worden. Die damals bereits absehbaren Kosten für die erforderlichen MaBnahmen wurden mit mehr als 200.000 EUR beziffert. Hinzu kommen die laufenden ZuschOsse in sechsstelliger Hohe, die fOr den Betrieb einer saisonal genutzten Eishalle erforderlich sind.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde zunachst der Hauptstromanschluss für die Eishalle und die angrenzende Sporthalle entsprechend den geltenden technischen Anschlussbedingungen und den Vorgaben des Netzanschlussvertrages mit der Energienetze Greiz GmbH hergestellt.

Damit waren die Voraussetzungen für eine weitere technische Bewertung geschaffen. Im Mai und Juni 2026 erfolgte anschlieBend eine umfassende Prüfung der technischen Anlagen durch die Dekra als zugelassene Überwachungsstelle (ZOS). Dabei wurden insbesondere an der Ammoniak-Kälteanlage sowie an elektrischen Anlagen erhebliche Mangel festgestellt. Die Ergebnisse bestätigen damit den bereits im vergangenen Jahr festgestellten Handlungsbedarf. Ein sicherer und technisch verantwortbarer Eisbetrieb ist unter den gegebenen Voraussetzungen nicht moglich.

Unter Berücksichtigung der festgestellten Mangel und des erforderlichen technischen Aufwandes ist die Reparatur einzelner Anlagen nebst der sicherheitsrelevanten Anlagenperipherie umfassend zu hinterfragen und letztlich wirtschaftlich zu bewerten. Dabei ist insbesondere der Gesamtzustand der technischen lnfrastruktur zu betrachten. Die weitere Bearbeitung erfolgt deshalb schrittweise. Zunachst werden die vorhandenen technischen Erkenntnisse ausgewertet und die notwendigen MaBnahmen und deren Umfang belastbar ermittelt. Auf dieser Grundlage werden die erforderlichen Leistungen konkretisiert und entsprechende Angebote eingeholt, um Ober den weiteren Umgang mit der Eishalle zu entscheiden. Dabei werden auch die damit verbundenen lnvestitions-und Folgekosten berOcksichtigt.

Sobald die erforderlichen Unterlagen und Angebote vollstandig vorliegen, wird der Aufsichtsrat Ober die Ergebnisse und das weitere Vorgehen beraten.

Für die Saison 2026/2027 steht damit fest, dass kein Eislaufbetrieb angeboten werden kann.