Christian Tischner, CDU: Mitglied des Stadtrates der Stadt Greiz

Benachteiligung der beruflichen Bildung gegenüber der akademischen zeitnah beseitigen
ERFURT/GREIZ. Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, hat die linke Landesregierung vor einer Hinhaltetaktik bei der Einführung eines Azubi-Tickets gewarnt. Er reagierte damit auf Aussagen von LINKE-Chefin Susanne Hennig-Wellsow, die laut einem Agenturbericht keine Chance sieht, es bereits für das Ausbildungsjahr 2015/16 einzuführen. Tischner verwies darauf, dass das Schüler- und Azubiticket eine Forderung aus dem „Thüringen-Plan“, dem Wahlkampfprogramm der Thüringer Union ist. „Die Linksregierung will sich bis buchstäblich zum letzten Apriltag Zeit lassen, einen Haushalt zu präsentieren. Gelegenheit genug, diese durchaus überschaubare Aufgabe zu lösen und zu überlegen, wie die Kosten fair auf die verschiedenen Schultern verteilt werden können“, sagte der bildungspolitische Sprecher.
Das Azubi-Tickst stand bereits zu Ende der vergangenen Wahlperiode auf der Plenartagesordnung, unterfiel dann jedoch der sogenannten Diskontinuität. „Die CDU ist mit dieser Forderung in den Wahlkampf gegangen, und die Fraktion hat dieses Anliegen während ihrer Klausur im Kloster Volkenroda noch einmal mit einer besonderen Dringlichkeit versehen, um eine nicht hinnehmbare Benachteiligung der beruflichen gegenüber der akademischen Bildung zu beseitigen“, so Tischner wörtlich. Es reiche nicht aus, Bewerberengpässe in der beruflichen Bildung und die Aushöhlung des bewährten dualen Ausbildungssystems zu beklagen, man müsse auch etwas für die Attraktivität dieses Ausbildungs- und Berufswegs tun.
„Es ist nicht nachvollziehbar, warum Studenten mit dem Semesterticket kostengünstig durch ganz Thüringen fahren können, Auszubildende jedoch für jeden Kilometer Strecke zahlen sollen“, meint der bildungspolitische Sprecher. Er zeigte völliges Unverständnis dafür, warum die Linkskoalition jetzt von einer Forderung abrücken will, die sie im Grunde teilt. Studierende entrichten mit dem Semesterbeitrag einen Eigenanteil für das Semesterticket und können dann unbegrenzt im Thüringer Nahverkehrsnetz des VMT und der Bahn reisen.
Pressemitteilung CDU-Fraktion im Thür. Landtag, Dr. Karl-Eckhard Hahn, Pressesprecher @26.01.2015