810 Jahre Gommla – Wir sind dabei: So das Motto des Herbstfestes auf dem Sportplatz

Der erste Gommlaer Sommerbiathlon verlangte neben Zielsicherheit beim Schießen auch Geschick und syncrones Laufen auf dem Hindernisparcour.
Der erste Gommlaer Sommerbiathlon verlangte neben Zielsicherheit beim Schießen auch Geschick und syncrones Laufen auf dem Hindernisparcour.

Ortsteilrat Gommla und ortsansässige Vereine organisierten tolles Jubiläum

GOMMLA. Vor 810 Jahren wurde Gommla urkundlich zum ersten Mal erwähnt. Und das in einer Urkunde, die zwischen den Voigten von Weida und dem Kloster Cronschwitz Schenkungen und Lehnsabgaben vereinbarte. Nachzulesen im Thüringer Staatsarchiv Weimar. Welcher Ort in der Region kann das für sich in Anspruch nehmen ? Die Gommlaer haben sich jedenfalls dieses Ereignisses erinnert und mit ihrem Herbstfest in den vergangenen Tagen ordentlich gefeiert.

Begonnen hat das Fest auf dem Gommlaer Sportplatz im großen Festzelt mit den Sängern der Singgemeinschaft Gommla/Irchwitz, die sich den Männergesangsverein Harmony Syrau 1902 e.V. eingeladen hatten. Zwar intonierten sie nicht den Einzug der Gäste auf der Wartburg und den Sängerkrieg aus Wagners Oper „Tannhäuser“, doch hat die gemeinschaftliche Singstunde nicht nur den Sängern selbt, sondern auch den vielen Zuhörern und Gästen einen Heidenspaß bereitet, so dass diese gemeinschaftliche Singstunde bis in den späten Abend ausstrahlte und neue Verbindungen der Sänger untereinander schaffte. Anders die Skatspieler, die am gleichen Abend im Vereinsheim ein Skatturnier spielten. Da wurde gereizt was die Karten hergaben, geblufft und manch nicht erwartetes Ergebnis erzielt. Es ging schon ganz schön eng zu! Gewonnen hat letztendlich dieses Turnier Martin Köster mit 2.070 Punkten, gefolgt von Ulrich Prüfer ( 2.024 Punkte ), Hans Thomys ( 2.001 Punkte ) und Tobias Wunderlich ( 1.941 Punkte ). Ein urgemütlicher Auftakt dieses Herbstfestes in Gommla aus Anlaß der ersten urkundlichen Erwähnung vor 810 Jahren.

Am Sonnabendvormittag dann ein sportlicher Teil dieses Herbstfestes, das im Volksmund genannte „Blumentopfturnier“ der Faustballer beim ASV Gommla 1882 e.V. Fünf Mannschaften waren angetreten und kämpften „Jeder gegen Jeden“ um Platz und Punkte. Hier war es die Mannschaft der SG Kurtschau e.V., die den Pokal dieses Turniers gewann und diesen mit nach Hause nehmen konnte. Ihnen folgte die Mannschaft des ASV Gommla 1882 e.V. und des SV 1975 Zeulenroda e.V. auf dem Silber- bzw. Bronzerang.

Ein buntes Nachmittags- und Abendprogramm sorgte für viel Unterhaltung für Groß und Klein. Interessant, dass das am Ort befindliche Gewerbe und Handwerk sich mit Informationsständen am Geschehen beteiligte, über weitere Entwicklungen sowie Perspektiven der Unternehmen informierte und natürlich auch Rede und Antwort auf Fragen der zahlreichen Besucher und Gäste stand. Was passiert zur Zeit bei „Innofol“, wie geht es mit der Firma „Suimax Läuferproduktion“ weiter, welche Möglichkeiten zur Lehrausbildung in den Industrie- und Handwerksbetrieben vor Ort können genutzt werden ? Ein breites Spektrum an interessanten Aussagen wurde miteinander diskutiert, wobei deutlich wurde, dass die Firmen vor Ort hochqualifizierte Lehrausbildungsplätze anbieten und entsprechende junge Leute für diese suchen. Selbst Sven Jetzsch, ein Imker in Gommla, war mit einem Stand vertreten, wo man viel Interessantes über Bienen erfahren und Produkte dieser Tiere erwerben konnte. Den Kindern unter den vielen Besuchern dieses Herbstfestes in Gommla war das egal, denn sie nutzten die Angebote, die der Ortsteilrat Gommla und die ortsdansässigen Vereine organisiert hatten, ausgiebig und mit viel Spaß. Das Karusell und die Hüpfburg waren dicht umlagert. Das Kinderschminken und die Luftballonmodelage war bei ihnen ein besonderes Highligth. Die Jägerschaft und das Revierförster-paar Ruder hatten den Nerv der großen und kleinen Besucher mit ihrem Wissensquiz zu Flora und Fauna der Region getroffen und fanden großen Anklang. Selbst ein scharfes Auge am Schießstand der Jägerschaft war gefragt und wurde intensiv genutzt. Apropos scharfes Auge!

Viel Spaß gab es beim ersten Gommlaer Sommerbiathlon. Galt es doch, mit zwei Mann auf den Ski einen Laufparcour schnellstmöglich zu bewältigen, dabei gemeinsam auch noch Hindernisse zu überwinden und beim Schießen zielsicher ins Schwarze zu treffen. Gewonnen hat diesen ersten Gommlaer Sommerbiathlon das Duo Enrico Witt ( Auma ) und Stephan Rohleder ( Greiz ).

Doch auch manchen Gaudi gab es dabei zu erleben, insbesondere dann wenn man sich nicht synchron auf dem Ski bewegte. Gitarrenklänge, Chansons, Ohrwürmer und manch flotte Lieder brachte Ralf Dietsch aus Nitschareuth am Nachmittag im Festzelt zu Gehör und begeisterte damit die vielen Besucher und Gäste. Und am Abend wurde dann unter der Stabführung von DJ Uwe Steudel ordentlich geschwoft und eine flotte Sohle aufs Parkett gelgt, wobei auch manch gute Gespräche an den Tischen entstand, manche Anekdote und Erinnerung aufgefrischt wurde.

Am Sonntag dann eine besinnliche und interessante Wanderung durch den Gommlaer Wald unter Führung der beiden Revierförster, dem Ehepaar Ruder. Eine rege Beteiligung war zu verzeichnen und manch Interessantes aus Fauna und Flora der Gommla umgebenden Wälder war aus beredtem Mund zu erfahren. Manchen Sammler und Trödelfreund ließ der zur gleichen Zeit laufende Trödelmarkt auf dem Gommlaer Sportplatz das Herz höher schlagen ob der unterschiedlichen Angebote, die dieser unterbreitete. Erstaunlich, was da alles zusammen getragen wurde und Interessenten fand. Anders die sportlich Ambitionierten, die am Einladungsturnier der Volleyballer des ASV Gommla 1882 e.V. teilnahmen. Sowohl auf dem Sandplatz, als auch auf Rasen wurde gespielt und sich spannende Auseinandersetzungen geliefert. Sieger beim Spiel „Jeder gegen Jeden“ wurde das Team André, gefolgt vom Team Alissa und dem Team Stephan.

Ein Herbstfest in Gommla aus Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung vor 810 Jahren, das bei herrlichstem Spätsommerwetter über die Bühne ging. Dazu trugen natürlich auch die kulinarischen Angebote wie Wildschwein, Spezialitäten vom Grill, die Kesselerbsensuppe, hausgebackener Kuchen, ein wohltemperiertes Blondes der Greizer Vereinsbrauerei, Eis sowie die Angebote der Bar bei, ließen die drei Tage des Gommlaer Herbstfestes in toller Atmosphäre ablaufen und haben dazu beigetragen das „Wir-Gefühl“,das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Region zu stärken. Ein nicht zu unterschätzender Faktor für einen liebens- und lebensdwerten Greizer Ortsteil

am Eingang zur Stadt.

Peter Reichardt @25.09.2019

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