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Unternehmerempfang der Stadt Greiz und des BVMW

Unternehmerempfang der Stadt Greiz und des BVMW

Gemeinsames Foto: Jan Boykov, Toralf Zipfel, Jana Haucke, Gerd Grüner, Kathrin Horn und Thomas Roth.

Zum ersten Mal lud die Stadt Greiz gemeinsam mit dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) zum Unternehmerempfang in die Vogtlandhalle Greiz ein

GREIZ. Die Wirtschaftsverantwortlichen mit Vertretern des öffentlichen Lebens und Bildungseinrichtungen zusammenzuführen, nannte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) am Dienstagabend als Anspruch, gemeinsam mit dem Bundesverband Mitteldeutsche Wirtschaft (BVMW) erstmalig zum Unternehmerempfang der Stadt in die Vogtlandhalle Greiz einzuladen. Vom Begriff „Neujahrsempfang“ wolle man sich dabei lösen, so das Stadtoberhaupt, der das neue Format der Veranstaltung in den Fokus rückte.
In seinen einführenden Worten ging er auf die Entwicklung der Stadt Greiz in den nächsten Jahren ein, warf aber auch einen Blick zurück. „Für die stets sinkenden Arbeitslosenzahlen in unserer Stadt sind auch Sie als Unternehmer verantwortlich“, bescheinigte er den Anwesenden. Noch vor zwanzig Jahren habe man rund 30 Prozent Arbeitslose „zur Kenntnis nehmen müssen“.
Das Stadtoberhaupt bekannte aber auch, dass man heute vor neuen Problemen steht: Dem Fachkräftemangel in allen Branchen.
Deshalb sei es von hoher Wichtigkeit, Bildung und Wirtschaft in Kontakt zu bringen – auch, um die Fachkräfte in der Region zu halten und die Stabilität der regionalen Arbeitsplätze sicherzustellen. Die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen in der Region, damit es sich lohne, in Greiz zu arbeiten und zu leben, sei die wichtigste Aufgabe der Zukunft.

Die Hauptinvestition der nächsten beiden Jahre wird von der Beseitigung der Hochwasserschäden bestimmt, so Bürgermeister Grüner.
Rund zwanzig Millionen Euro werden in den Schutz der Gewässer zweiter Ordnung fließen; das binde die volle Kraft des Tiefbaubereiches.
Doch auch Investitionen in Greizer Kindergärten, das Obere Schloss, die Stützmauer Salzweg und das Rathaus der Stadt stehen auf der Agenda: „Sie sehen, ein gewaltiger Aufgabenkomplex.“ Positiv erwähnte der Bürgermeister die um zwanzig Prozent gestiegene Geburtenzahl in der Stadt Greiz.

In Richtung der geplanten Gebietsreform warf der Bürgermeister einen ernsten Blick. Sie berge die Gefahr, dass die Strukturen außerhalb zentralisiert werden und der Landkreis sein übergeordnetes Betätigungsfeld verliere. Gemeinsame Anstrengungen gegen diese mögliche Reform zu unternehmen, forderte das Stadtoberhaupt die Gäste auf. Was die Entscheidung betreffe, dass Greiz seinen Kreisstadtstatus verliert – das könne in seiner Gänze noch gar nicht bewertet werden. Hunderte wegfallende Arbeitsplätze im Landratsamt Greiz würden ihre Spuren auch im Einzelhandel der Stadt hinterlassen und zudem das Stadtbild verändern. Selbst die „Beruhigungprämie“ von 3 Millionen Euro sei keine Option. Das Vorhaben sei ein „Nackenschlag für die Entwicklung der Stadt Greiz und ihrer Umgebung“. Die Klage gegen das Vorschaltgesetz sei ein erster Schritt. Dass sich gegen die geplante Neugliederung weitere Städte wehren, nannte er als Wunsch – sich mit ihrer Unterschrift gegen diese Entscheidung zu stellen, forderte er die Bürger der Stadt Greiz auf.

Den Worten des Bürgermeisters folgte ein kurzer Vortrag zum Thema Datenschutz in Unternehmen, den Jan Boykov von der Erfurter Firma IBYKUS AG hielt.

Eine anschließende Diskussionsrunde, in der die Greizer Unternehmer Jana Haucke, Thomas Roth und Toralf Zipfel sich den Fragen der Moderatorin, Kathrin Horn, Leiterin BVMW Kreisverband Landkreis Greiz/Saale-Orla-Kreis stellten, rundete den offiziellen Teil des Empfangs ab.

Für die kulturelle Umrahmung des Abends sorgten die Eleven der Tanzklasse der Kreismusikschule „Bernhard Stavenhagen“, Sängerin Jasmin Peukert, die von Musikschulleiter Ingo Hufenbach begleitet wurde und das Duo „Mellenium“ mit Melanie Riedel udn Michel Hufenbach.

Eine kleine Innovationsmesse rundete den 1. Unternehmerempfang der Stadt Greiz ab. „Diese Veranstaltung soll ihre Fortsetzung im nächsten Jahr erfahren“, schaute Bürgermeister Gerd Grüner bereits voraus. Gesammelte Erfahrungen sollten hineinfließen, so der Wunsch des Stadtoberhaupts, der betonte, dieses neue Format auch zum Thema „Würdigung des Ehrenamtes“ anzudenken.

Bürgermeister Grüner dankte allen an der Vorbereitung und Durchführung des 1. Unternehmerempfangs der Stadt Greiz Beteiligten.

Antje-Gesine Marsch @11.05.2017

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