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Heimatstiftung: „Vorbereitung statt Angst wichtig“

Infoabend zum Thema Blackout. Notfunk wird vorgestellt.

Infoabend zum Thema Blackout. Notfunk wird vorgestellt.

Infoabend zum Thema Blackout. Notfunk wird vorgestellt.
Am Donnerstag, den 24.11.2022 ab 18.30 Uhr veranstaltet die Heimatstiftung Greiz-Vogtland einen Infoabend zum Thema „Blackout- Panikmache oder reale Gefahr?“. Torsten Röder, der Präsident der Heimatstiftung Greiz-Vogtland begründet warum: „Wir wollen uns an keiner Panikmache beteiligen, Wir wollen sachlich informieren, wie sich ein großflächiger oder länger andauernder Stromausfall auswirkt“. Denn ist nicht nur das Licht im Kühlschrank aus. Der Elektroherd ist genauso funktionslos wie die gesamte Telekommunikation (also Internet, Mobiltelefone wie auch Festnetz), da Funkmasten in der Regel binnen einer Stunde komplett ausfallen. Das war auch der Ansatz für das Bürger-Projekt „Bürger-Notfunk“ (wir berichteten). Vizepräsident René Kramer ergänzt: „Die meisten können oder wollen sich gar nicht vorstellen, wie abhängig unsere hochtechnisierte Gesellschaft vom Strom ist. Tankstellen brauchen Strom. Ohne Sprit und ohne Kommu-nikation können z.B. mobilen Pflegedienste ihrer wichtigen Tätigkeit kaum noch nachgehen. Einkaufen, wie denn? Elektrische Türen, Kassen, Licht, Kühlregale. All das fällt schlagartig weg“. Was bei einem kurzen oder lokalen Stromausfall noch beherrschbar ist, wäre einem überregionalen oder länger andauernden Stromausfall fatal. „Unsere Versorgungssysteme sind extrem vernetzt und reagieren daher fragil auf jede Störung. Das haben die Menschen im Münsterland schon 2005 leidvoll erfahren. 2019 reichten in Berlin-Köpenick wenige Stunden ohne Strom, bis ein Krankenhaus evakuiert werden musste“ ruft Kramer die jüngeren Ereignisse in Deutschland in Erinnerung. Es gab aber in Europa auch Brownouts, wo mehrere Millionen Menschen über Tage ohne Strom auskommen müssten. „Panisch reagiert nur der, der unvorbereitet ist. Wer sich vorbereitet, kann auch in der Krise ruhig bleiben. Und sei es nur, weil er anderen Menschen helfen kann. Z.B. mit dem simplen Kinder-Walki-Talki Hilfe für den Nachbarn rufen, der sonst eben keinen Notruf mehr absetzen könnte.“ wirbt Röder erneut für das Projekt „Bürger-Notfunk“, was ebenfalls Thema sein wird.

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