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Buchpremiere mit Lichtbilder-Vortrag: „GREIZ – Stadt der Gründerzeit“

Buchpremiere mit Lichtbilder-Vortrag: „GREIZ – Stadt der Gründerzeit“
Buchpremiere mit Lichtbilder-Vortrag: „GREIZ – Stadt der Gründerzeit“

Am Freitag, den 14.12.2018 um 15.30 Uhr möchte die Stadt- und Kreisbibliothek zu einer vorweihnachtlichen Buchpremiere einladen, bei der das exklusive und zugleich unterhaltsame Sachbuch „GREIZ – Stadt der Gründerzeit“ neben einem weiterführenden Lichtbilder-Vortrag des Autoren Dr. Gottfried Rudolf im Mittelpunkt stehen.

Begleiten Sie den durch seine bauhistorischen Veröffentlichungen bekannten Verfasser und den Buchverlag König auf der kulturgeschichtlichen Wanderung durch die Jahrhunderte einer Stadt, die ihren Glanz noch immer hinter dem Schleier der Vergangenheit verbirgt. In dem mit drei einführenden Essays zu den Themen „Der Gründerzeit-Historismus als dominierende Stilrichtung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, „Greiz – eine vom Gründerzeit-Historismus geprägte Stadt“, „Fürst Heinrich XXII. Reuß ä. L. und die gründerzeitliche Bautätigkeit in Greiz“ und vielen Farbbildern versehenen Band, dem umfangreichsten Buchprojekt, das in der Stadt Greiz bisher realisiert wurde, wird die deutschlandweit einmalige gründerzeitliche Bausubstanz der einstigen reußischen Residenzstadt in den Mittelpunkt gerückt, die zu Unrecht oft ins Vergessen geraten ist.

Durch die geschichtlichen Abrisse der einzelnen Gebäude wie Bauten des einstigen Fürstenhauses Reuß ä. L. (Ida-Palais, Marstall u. a.), öffentlichen Gebäuden des Landes und der Stadt wie das Alte Landeskrankenhaus oder die Städtische Sparkasse, Gebäuden mit überregionaler Bedeutung (Postamt, Reichsbanknebenstelle, Bahnhof), verschiedenen Schulen, privaten gemeinnützigen Initiativen wie dem „Ernst-und Lina-Arnold-Stift“ oder der „Wettengel-Turnhalle“, gründerzeitlichen Gasthäusern („Cafe Argus“, Haus „Wiesenburg“, Hotel „Thüringer Hof“ u. a.) und Arbeitsstätten wie den Firmensitz der „Firma Friedrich Arnold“ oder der von dem Unternehmen „Schilbach & Co.“ mit der folgenden ausführlichen Erläuterung der gründerzeitlichen Architektur bis hin zum liebenswerten Detail ist es gelungen, von der Greizer Vergangenheit eine Brücke zu schlagen zur zukünftigen Entwicklung der Stadt.

Im Anschluss an den Vortrag laden Dr. Gottfried Rudolf und der Buchverlag König vor dem Verkaufsstart des Buches zu einer einmaligen Signierstunde ein. Auch dazu sind viele Interessenten und Buchfreunde herzlich willkommen.

Ausführliche Vorstellung des Buches

Dr. Gottfried Rudolf
GREIZ – Stadt der Gründerzeit

Öffentliche Gebäude und Arbeitsstätten (Band I)

Das aus zahlreichen Kleinstaaten hervorgegangene Deutschland erlebte nach der Reichsgründung 1871 einen lebhaften wirtschaftlichen Aufschwung. Es entstand ein einheitliches Postwesen, das Straßen- und Eisenbahnwesen entwickelte sich und viele Arbeitsprozesse wurden durch die Mechanisierung revolutioniert.

Die Stadt Greiz nahm an dieser Entwicklung u. a. mit der Einführung des mechanischen Handwebstuhls und der folgenden Gründung von zahlreichen Webereien, Textilveredlungs- und Maschinenbaubetrieben regen Anteil. Als der Ort zum Hersteller von Stoffen mit hoher Qualität wurde und damit Weltgeltung erlangte, stieg auch die Einwohnerzahl der Stadt und es folgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine rege Bautätigkeit.

Da Greiz fürstliche Residenzstadt war, entstanden Bauten für die Bedürfnisse des fürstlichen Hauses. Die Stadt erhielt aber auch öffentliche Bauten wie Krankenhaus, Sparkasse, Bahnhof, zahlreiche Hotels und Gasthöfe. Für die sprunghaft ansteigende Zahl der Schüler mussten Schulen und für den Bevölkerungszuwachs Wohnmöglichkeiten geschaffen werden. Neue Stadtteile wie die Greizer Neustadt und der Stadtteil Aubachtal entstanden. Die prosperierenden Fabriken errichteten Firmengebäude, die zunehmend das Stadtbild prägten. Das waren nicht nur Fabrikationshallen, sondern auch Gebäude für Repräsentation, Verwaltung und Versand.

Nicht zuletzt errichtete das zu Wohlstand gelangte neue Bürgertum, das Träger und Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs war, entsprechend seiner gewachsenen finanziellen Möglichkeiten private Wohnbauten mit teilweise enormer Prachtentfaltung. Palastartige Villen waren keine Seltenheit, die wie viele andere Bauten in dem damaligen vorherrschenden Baustil des Gründerzeithistorismus errichtet wurden. Dieser führte Stilelemente verschiedener Epochen zusammen und schuf ein neues harmonisches Ganzes. Dem Stil gelang damit, was jüngeren modernen Silrichtungen oft fehlt: Individualität und Unverwechselbarkeit.

Begleiten Sie den durch seine bauhistorischen Veröffentlichungen bekannten Autor und den Buchverlag König auf der kulturgeschichtlichen Wanderung durch die Jahrhunderte einer Stadt, die ihren Glanz noch immer hinter dem Schleier der Vergangenheit verbirgt. In dem mit vielen Farbbildern versehenen Sach- und Dokumentationsband, dem umfangreichsten Buchprojekt, das in der Stadt Greiz bisher realisiert wurde, wird die deutschlandweit einmalige gründerzeitliche Bausubstanz der einstigen reußischen Residenzstadt in den Mittelpunkt gerückt, die zu Unrecht oft ins Vergessen geraten ist. Durch die geschichtlichen Abrisse der einzelnen Gebäude mit der folgenden ausführlichen Erläuterung der gründerzeitlichen Architektur bis hin zum liebenswerten Detail ist es gelungen, von der Greizer Vergangenheit eine Brücke zu schlagen zur zukünftigen Entwicklung der Stadt.

ZUM INHALT:

Drei Essays zur Einführung: Die Gründerzeit als dominierende Stilrichtung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Greiz – eine von der Gründerzeit geprägte Stadt, Fürst Heinrich XXII. Reuß Ältere Linie und die gründerzeitliche Bautätigkeit in Greiz.

Öffentliche Gebäude:
Bauten des regierenden Fürstenhauses: Fürstliches Ida-Palais, Fürstlicher Marstall, Fürstliches Jagdschloss Ida-Waldhaus, Fürstliches Mausoleum Ida-Waldhaus, Fürstliche Reithalle, Fürstlicher Kutschstall.
Öffentliche Bauten des Landes und der Stadt: Fürstliches Lehrerseminar, Rathaus – östlicher Erweiterungsbau, Altes Landkrankenhaus, Schwesternhaus, Städtische Sparkasse, Absonderungshaus.
Gebäude mit überregionaler Bedeutung: Kaiserliches Postamt, Reichsbanknebenstelle Greiz, Bahnhof Greiz.
Schulen: Essay: Zur Entwicklung des Schulwesens im Kaiserreich; Städtisches Gymnasium, Höhere Bürgerschule, Mädchenschule, Bürgerschule, Pestalozzischule – Grundschule für Mädchen, Bergschule – Grundschule für Jungen, Alte Schule Pohlitz, Alte Schule Schönfeld, Schule Dölau.

Private gemeinnützige Initiativen: Ernst-und-Lina-Arnold-Stift, Knabenhort, Haus Tivoli, Wettengel-Turnhalle, Odd-Fellow-Heim, Grimms Lokal, Logengebäude, Lutherhaus, Veranstaltungsstätte Bürgererholung, Volksheim, Alte Webschule.

Gründerzeitliche Gasthäuser: Gambrinus, Trompeterschlößchen, Hopfenblüte, Cafe Argus, Marienbad, Parkschlößchen, Steudels Gasthaus, Krug zum grünen Kranze, Parkgaststätte, Wiesenburg, Schloßkeller, Park-Cafe, Brauereigaststätte Feldschlößchen, Gasthof Raasdorf, Cafe Engelmann, Hotel Thüringer Hof, Cafe Rink, Gaststätte Turnerstraße, Familienstübl, Nürnberger Hof, Bierschlößchen.

Arbeitsstätten: Unterstation des Elektrizitätswerkes, Firmensitz Firma Friedrich Arnold, Firmengebäude Firma Schulze & Wagner, Firmensitz Firma Schilbach & Co., Firmensitz Firma Weber & Feustel, Firmensitz Firma Hermann Grosse, Brauerei Feldschlößchen, Dienstgebäude der Königlich-Sächsischen Eisenbahn, Firmensitz Firma Brösel, Firmengebäude Firma Zirnite & Kolbig, Firmensitz Firma J. G. Reinhold & Co., Firmensitz Firma Gebr. Albert, Firmengebäude Firma Schleber, Firmensitz Firma Schilbach & Heine, Eisenhandlung Firma Kirschke, Firmensitz Firma MCM Klosterfrau, Firmensitz Firma Otto & Vaupel, Firmengebäude Firma C. F. Heyer, Vereinsbrauerei Greiz, Firmengebäude Reichenbacher Straße 173, Firmengebäude Firma Hermann Dietel, Wirtschaftsgebäude Obere Silberstraße 2, Wasserturm am Bahnhof Greiz, Firmengebäude Firma Franz Liborius, Kontorhaus Firma Seckendorf & Wilke, Elektrizitätswerk August-Bebel-Straße 13, Firmensitz Firma Ferdinand Büttner.

BUCHANGABEN:

792 Seiten mit vielen Farb- und Schwarz-weiß-Abbildungen, drei Essays zur Einführung, der folgenden Vorstellung von 56 gründerzeitlichen öffentlichen Gebäuden und 27 gründerzeitlichen Arbeitsstätten, dem Fachbegriffs- und Quellen-Verzeichnis und der Schlussbetrachtung mit dem Ausblick.
Hardcover, gebunden, Spezial-Bilderdruck-Papier, Format 16,5 x 24,5 cm
EUR 49,80 (Deutschland) / EUR 51,20 (Österreich + EU) / CHF 89,80 (Schweiz)
ISBN 978-3-943210-28-6

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