Dirk Bergner (FDP)

Dirk Bergner verweist auf enormes Defizit bei landeseigenen Immobilien

Als scheinheilig erachten die Freien Demokraten im Thüringer Landtag die Forderung der Grünen, die Genehmigung von Solaranlagen auf Dächern denkmalgeschützter Häuser zu erleichtern.

„Die Grünen wären besser beraten, zunächst vor der eigenen Haustür zu kehren“, sagt Dirk Bergner, umweltpolitischer Sprecher der FDP. „Photovoltaik ist für R2G bislang nicht mehr als ein Lippenbekenntnis!“ Er verweist darauf, dass ausweislich der Antwort auf eine Kleine Anfrage nicht mal für landeseigene Immobilien ein Solarflächenkataster besteht. „Bereits 2016 hat das Parlament die Landesregierung aufgefordert, alle geeigneten Dächer landeseigener Immobilien bis Ende 2021 mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Installiert wurden bis Mitte 2022 jedoch nur zwei Anlagen! Angesichts von rund 800 dafür in Frage kommenden Gebäuden muss sich die Minderheitskoalition fragen lassen, wie ernst sie es mit der von ihr propagierten Energiewende überhaupt meint. Die jetzige Forderung wirkt wie der verzweifelte Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken.“

Dirk Bergner erinnert daran, dass trotz Absichtsbekundungen noch immer die Einführung einer einschlägigen Musterbauordnung aussteht. Sie würde ebenfalls mehr Photovoltaik zulassen.