Vogtlandspiegel

Moschwitz feierte am Wochenende sein Sommerfest

Moschwitz feierte am Wochenende sein Sommerfest

Beim Moschwitzer Sommerfest tummeln sich die Jüngsten auf der Hüpfburg.

Ein Sommerfestauftakt, wie er in den vergangenen 13 Jahren schon immer erfolgte.

GREIZ-MOSCHWITZ. Sieger dieses Turniers mit 3171 Punkten wurde Marcel Peißker, der sich, neben dem Turniersieg, auch noch über den Pokal des diesjährigen Turniers freuen konnte. Natürlich hatte der Ortsteilbürgermeister Dieter Kießling nicht nur die Skatfreunde, sondern auch alle Besucher und Gäste herzlich Willkommen geheißen und sie mit launigen Worten auf die drei Tage des Moschwitzer Sommerfestes eingestimmt. Wie heißt es in einem Berliner Gassenhauer so schön : Erst fangse janz langsam an, aber dann, aber dann. So muß man wohl auch den Auftakt dieses Festes am Freitag einschätzen, denn ein wenig Anlauf brauchten sie schon, die Sommerfestgäste, doch dann wurde mit der flotten Musik der Disco Sound Point und DJ Bert bis in den frühen Morgen im Festzelt gefeiert.
Auch für die Kleinen gab es am Freitagabend noch ein Highligth, denn ein Moschwitzer Sommerfest ohne Lampionumzug, das ist nicht möglich. Und hinter dem Blaulicht der Feuerwehr machte das ganz besonderen Spaß. Stimmung gut, Wetter vernünftig – der Sonnabendnachmittag und der Sonntag ließen sich gut an auf dem Festplatzgelände um das Spartenheim des Geflügelzüchtervereins Moschwitz. Die Kinder des Kindergartens Moschwitz hatten für alle Besucher und Gäste, und ganz besonders für die anwesenden Eltern, Geschwister und Großeltern, ein kleines Programm einstudiert, in dem sie ihre Welt, aus den Kinderaugen gesehen, vorstellten.

Der Applaus war ihnen sicher. Doch danach ging es schnell zu den Attraktionen dieses Sommerfestes, wobei die Seifenkistenbahn immer dicht umlagert war und die Helfer dort alle Hände voll zu tun hatten. Auch Hanno Kober mit seinem Hafflingergespann und der auf hochglanz polierten tollen Kutsche mußte ein um das andere Mal eine Runde, sehr zur Freude der Kinder, durch Moschwitz drehen, denn einmal Kutsche fahren das hatte schon was. Noch dazu, da der Haushund von Kobers seine Platz auf dem Kutschbock verteidigte und interessiert das Treiben um ihn herum beäugte. Clown Oriano aus Pöllwitz verblüffte die Kinder, und nicht nur die, mit raffinierten Ballonmodellagen und ein tolles Gesicht schminken lassen bzw. ein buntes Tatoo auf die Haut zaubern, selbst Vati und Mutti staunten da nicht schlecht über den Einfallsreichtum der Kleinen.

Die Hüpfburg und die aufgeblasene Torwand waren natürlich auch ein Renner für die Kinder. Den Großen stand da der Sinn eher nach Gemütlichkeit, netten Gesprächen unter Freunden und Bekannten, und das Ganze natürlich auch verbunden mit den leiblichen Genüssen. Da hatten sich die Moschwitzer Frauen ganz besonders ins Zeug gelegt, die alten Familien- und Geheimrezepte fürs Kuchenbacken heraus gekramt und ein Kuchenbuffett für das Wochenende aufgebaut, das jedem das Wasser im Mund, ob er wollte oder nicht, zusammen laufen ließ. Eine Augenweide und ein Gaumen-schmaus, und das alles zu moderaten Preisen, an dem man nicht vorbei gehen konnte. Wer es etwas deftiger wollte, der ergötzte sich an den Spezialitäten vom Grill oder den Pilzspezialitäten des Pilzhofes Heydrich. Auch das Kühle Blonde der Greizer Vereinsbrauerei fand immer wieder seine Liebhaber und paßte natürlich zu den deftigen Spezialitäten vortrefflich.

Eine Diashow über Moschwitz und seine Vergangenheit lockte immer wieder Besucher in das Spartenheim der Geflügelzüchter und manch einer davon schmunzelte über die alten Bilder, die viele Erinnerungen weckten. Die Wildschütze unter den Festgästen griffen zum Luftgewehr und versuchten ihre Treffsicherheit, um diese oder jene Kunstblume zu ergattern und der Freundin zu überreichen. Am Sonntagvormittag dann der traditionelle Frühschoppen, der mit dem Marsch Alte Kameraden eingeleitet wurde. Nicht schlecht staunten die Festgäste am Sonntag, als die Moschwitzer Modellflieger mit ihren Flugmodellen auftauchten und geduldig viele Fragen, die ihnen gestellt wurden, beantworteten. Auch die Kindertranztruppe der Greizer Musikschule Bernhard Stavenhagen begeisterten am Sonntagnachmittag die Festgäste mit ihren flotten und kessen Tänzen auf der Tanzfläche im Festzelt. Für die Jugend war natürlich das Bull riding am Sonnabendabend die Gelegenheit Geschick, Kraft und Durchhaltevermögen auf dem wild bockenden elektrischen Bullen unter Beweis zu stellen. Und da war bei den jungen Männern Thomas Weiser aus Neugernsdorf mit 14,59 Sek. bei Stufe 6 derjenige, der am längsten auf dem Bullen sitzen blieb, wenn es ihn auch mächtig durchschüttelte. Den Pokal für den Sieg nahm er auf jeden Fall mit nach Hause.

Ihm folgten auf den Plätzen Martin Schürtz aus Obergrochlitz und Andreas Klaus aus Werda. Doch auch die Damen wollten den Bullen bezwingen, was Melanie Sewina mit Stufe 6 und 8,07 Sek. am erfolgreichsten gelang. Lohn dafür eine Flasche Sekt. Auf den Plätzen kamen Claudia Beutner und Lisa Prautsch ein. Hätte man Haltungsnoten vergeben, so wäre bei manchem Abgang sicher die Höchstnote gezogen worden. Unterhaltsam war es auf jeden Fall. Genau so, wie die Disco Sound Point mit DJ Bert, die heiße Musik auf die Ohren der Festgäste legte und damit schnell dafür sorgte, daß auf der Tanzfläche wenig Platz war. Ein rundum gelungenes Moschwitzer Sommerfest, übrigens zum dreizehnten Mal in Folge, das durch die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit des Moschwitzer Turnvereins, des Geflügelzüchtervereins, der Freiwilligen Feuerwehr, des Moschwitzer Ortsteilrates und vieler anderer Moschwitzer Helfer zu einen vollen Erfolg geführt werden konnte. Und das zur Freude aller Besucher und Gäste. Apropos ! Wie alt ist Moschwitz eigentlich ? Gilt die Ersterwähnung des Rittergutes Moschwitz vom 25.08.1444 oder ist Moschwitz nach neuen Nachforschungen im Hauptstaatsarchiv Dresden bereits 1283 zum ersten Mal Gegenstand einer urkundlichen Erwähnung ? Eine Frage, die es sicher noch zu klären gilt. Aufgeworfen wurde sie in einer Broschüre über Moschwitz von seinen Anfängen bis heute, die anlässlich dieses Festes von Moschwitzern erarbeitet wurde und zum Verkauf steht. Darüber wird noch zu berichten sein.

Peter Reichardt @29.08.2009

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