Mehrheit der Thüringer wünscht sich verkaufsoffenen Adventssonntag

Fürstliche Schloss und Residenzstadt Greiz 2017

FDP-Fraktion: Das Nein der Landesregierung trägt zum Sterben der Innenstädte bei

Erfurt, 20. November 2020. Die Mehrheit der Thüringer wünscht sich, dass es in diesem Jahr mindestens einen verkaufsoffenen Adventssonntag gibt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der FDP-Fraktion hervor. 51 Prozent der Befragten sprechen sich für zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten aus. Von ihnen wiederum wünscht sich eine Mehrheit sogar wenigstens zwei verkaufsoffene Sonntage. Immerhin jeder neunte Thüringer hofft sogar auf vier Sonderöffnungen. Weniger als jeder dritte Befragte (29 %) lehnt verkaufsoffene Sonntage ab. Den übrigen Teilnehmern der Umfrage ist das Thema egal bzw. sie wollten sich nicht festlegen.

Die FDP-Fraktion im Thüringer Landtag hat die Landesregierung in diesem Jahr wiederholt aufgefordert, verkaufsoffene Sonntage rechtlich zu ermöglichen. Deren Stattfinden ist laut Ladenöffnungsgesetz an besondere Anlässe geknüpft; Weihnachtsmärkte gehören dazu. Da diese Märkte in Folge der Pandemie nicht stattfinden können, fallen ohne Ausnahmegenehmigung der Landesregierung auch die verkaufsoffenen Sonntage ersatzlos weg. „Die Kopplung der Sonntagsöffnung an Veranstaltungen, die momentan nicht stattfinden können, ist kontraproduktiv und erschwert es den Einzelhändlern, die Krise zu überwinden“, kritisiert Thomas L. Kemmerich, FDP-Fraktionsvorsitzender. „Während große Online-Händler vom Lockdown profitieren und von einem Umsatzrekord zum nächsten steuern, sterben in unseren Innenstädten die Geschäfte. Die Einzelhändler in Thüringen sind durch die Corona-Pandemie gebeutelt genug. Wir dürfen ihnen nicht auch noch das Weihnachtsgeschäft verhageln.“

Verkaufsoffene Adventssonntage finden in Thüringen laut Auskunft der Landesregierung normalerweise in rund 50 Städten und Gemeinden statt.

Pressemitteilung der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag