Vogtlandspiegel

Kalt erwischt – oder Flockdown 2.0?

Kalt erwischt – oder Flockdown 2.0?

Kalt erwischt – oder Flockdown 2.0?

Auch wenn es diesmal nicht ganz so extrem war wie beim letzten Mal hat es Greiz sowie den Landkreis wieder voll erwischt am Montagmorgen. Seit fünf Tagen war der Schneefall angekündigt und auch am Sonntag hat es ja schon viel geschneit. Trotzdem scheinen in Stadt und Landkreis noch die Worte des Lokalpolitikers der LINKEN, Holger Steiniger nachzuhallen, dass es auf Grund der globalen Klimaerwärmung keinen Schneefall mehr geben wird. Mit dieser Begründung kürzten ja die Fraktionen der CDU/GFG und LINKE im letzten Jahr die Mittel für den Winterdienst der Stadt Greiz. Ein weiterer Irrtum in einer Reihe von vielen fällt aber nicht auf.
Gegen 07:30 stellten die PRG Greiz und die RVG Gera/Land den Betrieb ein, bei den Straßenverhältnissen ein nachvollziehbarer Entschluss. Denn auch im Landkreis ging stellenweise nichts mehr. Der Zugverkehr auf der Elstertalbahn rollt zurzeit noch planmäßig.
Am Obergrochlitzer Berg kurz nach dem Abzweig Hasental standen die PKWs. Sicherlich war das auch stellenweise der Tatsache geschuldet, dass einige PKWs letzte Woche bei den sommerlichen Temperaturen schon die Sommerreifen aufmontiert bekamen. Für Kopfschütteln sorgte bei den umsonst wartenden Fahrgästen auf dem Reißberg der Multicar der Stadtverwaltung, der mit gehobenem Schiebeschild vorbeifuhr, obwohl die Straße komplett schneebedeckt war. Der Verfasser konnte dies selbst beobachten.
Sicherlich wird man auch im Nachgang dieses Flockdowns im Kreistag und Stadtrat wieder feststellen, dass ja alles gar nicht so schlimm war. Die Fraktionen von CDU und Linke sowie der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze waren ja im Stadtrat der Meinung, dass das Erleben und die Berichte der Bürger nicht stimmen und der Winterdienst gut funktionierte. Auch im Landkreis gab es keine Kritik.
Als Soforthilfe würde ich empfehlen, dass die Verantwortlichen im Landkreis sowie den Kommunen ihre Handynummern veröffentlichen. Dann können die Betroffenen wenigstens kurzfristig dort ihre Beschwerden platzieren.
Also können wir Bürger nach diesem schwierigen Wochenstart uns den Worten der Bundeskanzlerin anschließen: „Im Großen und Ganzen nichts schief gelaufen“. Oder etwa doch?

Renè Kramer

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