Hunderte Greizer setzen friedliches Zeichen auf dem Weihnachtsmarkt

Hunderte Greizer setzen friedliches Zeichen auf dem Weihnachtsmarkt
Bürgermeister Gerd Grüner (l.) spricht zu den Menschen auf dem Greizer Kirchplatz.

Aktion „Licht für Greiz“ mit eindeutigem Bekenntnis für Solidarität und Toleranz
GREIZ. Der Kirchplatz hatte sich am Freitagabend in ein buntes Lichtermeer verwandelt: Hunderte Greizer bekannten sich offen für Solidarität und Toleranz und setzten mit brennenden Kerzen ein deutliches Zeichen. Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) unterstrich in seinen Worten, dass Menschen, deren Schicksal kaum nachzuzeichnen ist, in Greiz jederzeit willkommen sind. In Hinblick auf die zeitgleich angemeldete und durchgeführte Versammlung der NPD auf dem Greizer Markt drückte das Stadtoberhaupt sein Unverständnis aus, dass man gerade in der Weihnachtszeit mobil mache, in der sich alle Menschen besinnen und Frieden und Nächstenliebe im Mittelpunkt stehen sollten. „Das zeigt eindeutig, welche Art von Achtung diese Menschen für die Bürger der Stadt Greiz haben. Mit Lichtern wollen wir heute zeigen, dass solche Aufmärsche von uns nicht gesehen werden wollen“, wie Bürgermeister Grüner betonte. Gemeinsam mit der Stadt Greiz, den Kirchen und christlichen Gemeinden, der Bürgerinitiative „Weil wir Greiz lieben“, dem Café O.K. im Diakonieverein „Carolinenfeld“, dem Projekt „Vielfalt LEBEN“ und der AWO die Aktion „Licht für Greiz“ hatte der Stadtmarketingverein Greiz diese Aktion initiiert. Pfarrer Christian Colditz zeigte sich überwältigt, wie viele Greizer Bürger der Einladung folgten und mit über fünfhundert Lichtern ein deutliches Zeichen setzten. Zuvor hatte Stadtmarketing-Chefin Ines Wartenberg noch einmal unterstrichen, dass man sich den Weihnachtsfriede und die Freude auf das Fest nicht kaputt machen lasse.Erstmals gab es am Freitagabend ab 19 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt auch eine Apres-Party unter dem Titel „Budenzauber und Kulinarisches“, bei der DJ Micha für den guten Ton bei allen Tanzbegeisterten sorgte.

Antje-Gesine Marsch @13.12.2014

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