Kinder aus Greiz, Mohlsdorf und Zeulenroda erleben in der Vogtlandhalle Greiz den Froschkönig

Kinder aus Greiz, Mohlsdorf und Zeulenroda erleben in der Vogtlandhalle Greiz den Froschkönig
Der Frosch bietet der Prinzessin seine Dienste an.

Amüsante Kombination aus Schauspiel, Erzählung und Puppentheater begeistert die Kleinen
GREIZ. Es ist gar nicht so einfach, über einhundert Kindergarten-und Grundschulkinder eine Dreiviertel Stunde lang zu fesseln. Hanne Braun und ihren Figuren vom THEATER im GLOBUS Leipzig gelang das am Mittwochvormittag mit Bravour. Auf dem Programm stand „Der Froschkönig“ von Jost Braun, nach einem Märchen der Gebrüder Grimm.
Der Frosch hatte sofort die Herzen der Kinder erobert, vor allem, als er die goldene Kugel der Prinzessin aus dem Brunnen holte. Als Lohn wollte der grüne Geselle weder die schönen Kleider, die Perlen, Edelsteine oder Krone der Schönen. Alles was er begehrte, war ein Kuss, sowie beim Essen neben ihr zu sitzen und nachts mit im Bettchen zu schlafen. Leichtfertig hatte die Prinzessin all das versprochen. Als sie jedoch ihre goldene Kugel wieder in den Händen hielt, waren diese Versprechungen vergessen und die Königstochter sprang vergnügt davon. Die königliche Familie saß bei Abendessen, da klopfte es auf einmal an die Tür: der Frosch bat um Einlass. Wer das Märchen kennt, weiß wie es ausgeht: Die Prinzessin entscheidet sich nach einigen Hin und Her doch noch für einen Kuss und bekommt dadurch einen echten Prinzen. Die Kinder quittierten das kurzweilige Stück, das eine gelungene Kombination aus Schauspiel, Erzählung und Puppentheater bot, mit herzlichem Applaus, mitunter auch aufgeregten Zwischenrufen und begeisterten Einwürfen.

Übrigens: Jost Braun, dessen Vater Greizer ist, kommt sehr gern in die alte Heimat, wie er versicherte. Es sei dieses „ganz bestimmte Gefühl“, das ihn jedes Mal beschleiche. Jost Braun wurde 1953 in Berlin geboren; studierte von 1974 bis 79 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; war von 1979 bis 81 Meisterschüler bei Professor Werner Tübke. Er lebte und arbeitete viele Jahre in Leipzig und Berlin – seit zwei Jahren hat er seinen Lebensmittelpunkt nach Leipzig verlegt.
Beim gemeinsamen Mittagessen mit seinem Cousin Wolfgang und dessen Frau, die in Wünschendorf beheimatet sind, wird sicher die ein oder andere Familiengeschichte ausgegraben: etwa von Großvater Leopold, der nicht nur ein stadtbekannter Kellner war, sondern Ecke Lindenstraße/Obere Silberstraße vor vielen Jahren eine Bäckerei und Konditorei betrieb.

Antje-Gesine Marsch @18.03.2015

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