Dirk Bergner zur Schließung des Greizer Finanzamtes

FDP-Landtagsabgeordnete Dirk Bergner
Dirk Bergner,

FDP-Landtagsabgeordner moniert Schließung der Servicestelle Greiz als „traurige Fortsetzung“

GREIZ. Als „einen Schuss in den Ofen“ erweist sich nach Ansicht des Ostthüringer FDP-Landtagsabgeordneten Dirk Bergner die Schließung des Greizer Finanzamts vor etlichen Jahren. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine mündliche Anfrage des Parlamentariers am Freitag hervorgeht, fielen für die landeseigene Immobilie in Greiz in den drei Jahren vor der Schließung Objektkosten zwischen rund 51 Tausend und 54 Tausend Euro an Betriebskosten jährlich an. Dem stehen in der angemieteten Immobilie in Altenburg runde 618 Tausend Euro inklusive Miete allein im Jahr 2012 Euro entgegen. „Das erweckt nicht den Anschein von wirtschaftlich verantwortungsbewusstem Handeln“, moniert der Liberale diese, wie er sagt, „offensichtlich krasse Fehlentscheidung“.

„Wenn Greiz schon aus wenig verständlichen Gründen diesen Standortnachteil hinnehmen musste, konnte wenigstens die Servicestelle in der Weberstraße den Verlust an Bürgernähe und Beratungsqualität ein gutes Stück weit kompensieren,“ findet Bergner. Für die Servicestelle in Greiz weist die Antwort der Landesregierung vom Freitag in den letzten Jahren Kosten von jährlich zwischen zirka dreitausend und sechstausend Euro aus. „Das ist ohne Zweifel auch Geld,“so Bergner weiter, „doch mit Blick auf die hohen Kosten in Altenburg und den weiteren Verlust an Bürgernähe in Greiz ein Posten, der unbedingt geprüft werden muss.“
Es sei eine „traurige Fortsetzung der damaligen Fehlentscheidung“, wenn jetzt auch die Servicestelle geschlossen werde, ohne Ersatz zu schaffen. Traurig sei auch, dass die landeseigene Immobilie nicht verkauft und bis Ende 2011 auch nicht anteilig vermietet werden konnte. „Das hätte vor der Standortentscheidung geprüft werden müssen,“meint Bergner und fordert abschließend, die Schließung der Servicestelle Greiz auf den Prüfstand zu stellen: „Das ist das Land Greiz schuldig.“

Pressemitteilung MdL Dirk Bergner (FDP)