Hochwasser in Greiz

Die vom Hochwasser Betroffenen brauchen weiterhin unsere Hilfe und Unterstützung!
GREIZ. Während der Satz Es kehrt wieder Normalität ein« für die meisten von uns bedeutet, dass wir in den gewohnten Alltag zurückkehren können, sind davon die Opfer des Hochwassers von Anfang Juni 2013 noch weit entfernt. Ganz im Gegenteil: Gestern sorgten Starkregenfälle in Mylau, Netzschkau oder auch Greiz (z.B. in Rothenthal) für neue Wassermassen und Gerölllawinen. Für die ohnehin nervlich angeschlagenen Geschädigten ein zusätzlicher Schock.

Bürgerstiftung Greiz arbeitet eng mit der Stadt Greiz und anderen Institutionen zusammen, weitere Hilfsangebote in Planung
Viele Menschen wollen helfen. Und alle wollen, dass die Hilfe zielgerichtet ankommt. Schon in unserer überschaubaren Stadt gab es mehrere Initiativen, die zu Spenden aufgerufen und diese z.T. auch verteilt haben. Zu nennen wäre hier die Volkssolidarität Greiz, der Lionsclub Greiz, das Industrieforum Greiz, der Greizer Neustadtverein und natürlich die in Gründung befindliche Bürgerstiftung Greiz. Vergangene Woche hatte der Bürgermeister der Stadt Greiz zu einer Koordinierungsrunde eingeladen, die wir gut und richtig finden. Auch wenn sich Bürgerstiftungen üblicherweise sehr abseits von der Politik« halten- in solchen Katastrophenfällen sind die Kommunalverwaltungen vor Ort diejenigen mit dem besten Informationsstand. Nicht nur zu den persönlich Betroffenen, sondern auch zu Schäden an öffentlichen Einrichtungen, die wir bisher als selbstverständlich angesehen haben. Martina Götze, die Kämmerin unserer Stadt, ist mit der Koordinierung beauftragt, die sehr gut funktioniert. Über sie halten wir Kontakt zur Stadtverwaltung, so kann sich jede Hilfsorganisation auf Zielgruppen konzentrieren. Der Fokus der Bürgerstiftung Greiz i.G. liegt bei geschädigten Privatpersonen, z.B. in Aubachtal. Oder auch bei Kleingewerbetreibenden, die aufgrund der Thüringer Einkommensregelung (die es in Sachsen nicht gibt!) von staatlicher Hilfe ausgeschlossen sind. Da wir mit fremden Geld arbeiten, nämlich dem der Spenderinnen und Spender, ist ein Minimum an Bürokratie« auch bei uns leider unumgänglich. Vergangenen Samstag haben wir entsprechende Anträge an Betroffene verteilt, auf den Rücklauf warten wir noch. Nur so können wir bei Bedarf belegen, welche Notlagen es gab und wie wir mit Ihren Spenden Hilfe bieten konnten.
Noch immer helfen Schüler bei Aufräumarbeiten im schwer geschädigten Greizer Park. Sowohl die Luftbrücke als auch die Wanderwege links der Elster sind durch das Hochwasser verschmutzt bzw. z.T. schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Mit der Stadt Greiz und dem Forstamt Weida gibt es gemeinsame Überlegungen, wie wir als Bürger zusammen auch bei Wanderwegen und ähnlichem Normalität« einkehren lassen können. Denn zur Normalität gehört auch, dass Touristen wieder unsere wunderschöne Landschaft genießen können, anschließend in der Stadt verweilen und durch Einkäufe (egal ob Eis oder Wanderschuhe) auch den Gewerbetreibenden zu einem Stück Normalität zurück verhelfen. Auch bei diesem Schäden ist das Wort GEMEINSAM« die beste Medizin, um Greiz wieder zu dem erstrahlen zu lassen, mit dem sie wirbt: Perle des Vogtlandes«. Über dieses Vorhaben werden wir noch gesondert berichten.

Diverse Websiten und Facebook-Gruppen berichten über und koordinieren auch Spenden. Erneut weitere Zielspenden bei der Bürgerstiftung eingegangen!
Früher gab es Printmedien. Die berichteten in der Regel über die schlimmsten Schäden überregional und im übrigen regional. Nach wenigen Wochen war das Thema aus den Medien verschwunden. Heute hilft das Internet gegen das Vergessen. Über soziale Netzwerke wie Facebook und Seniorbook, aber auch über die Webseiten von Firmen und Privatpersonen (vgl. unten) werden mit sehr persönlichen Berichten auch nicht vom Hochwasser betroffene Menschen erreicht. Und zwar nicht nur am Ort des Geschehens, sondern oft über hunderte Kilometer entfernt. Auch das Angebot von Zielspenden« wird weiterhin aktiv genutzt. Hier gab es Initiativen von Sparkassen (Baden-Württemberg) und auch Fanclubs (Kontakt kam aus Schleswig-Holstein), über die wir noch näher berichten werden. Schon jetzt bedanken wir uns für die Kontaktaufnahme und die angebotene konkrete Hilfe für Betroffene. Denn das Signal, auch zwei Wochen nach dem Hochwasser nicht vergessen zu sein, ist für die Betroffenen immens wichtig.

Bürgerstiftung Greiz @21.06.2014

Bilder vom Juni Hochwasser 2013