FDP-Landtagsabgeordnete Dirk Bergner

Exkursion des Umweltausschusses des Landtags / Dirk Bergner begrüßt umfangreiches Monitoring

„Die Landesregierung hat zu lange den Eindruck erweckt, zu mauern und das Thema Apfelstädt aussitzen zu wollen“, sagt Dirk Bergner, Umweltpolitiker der FDP im Thüringer Landtag. „Es ist wichtig, mit offenen Karten zu spielen und so zu einer befriedigenden Lösung für das Ökosystem Apfelstädt zu kommen.“ Er begrüßt, dass es nun zu einem umfangreichen Monitoring über die Dauer von fünf Jahren kommen soll. „Hydrologen erhalten die Chance, das Flusssystem umfangreich zu erkunden und Konzepte für ein möglichst seltenes Trockenfallen des Flusses zu entwickeln. Dabei sollte unbedingt auch getestet werden, wie sich der Flusslauf verhält, wenn er während einer Trockenphase die komplette Wassermenge erhält, die ansonsten an die Westring-Kaskade abgegeben wird.“

Der Umweltausschuss des Thüringer Landtag hat sich während einer Exkursion selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Auf Antrag der Freien Demokraten wurden die Alte Tambacher Talsperre, Stauanlagen, eine Bachschwinde und die Talsperre Wechmar in Augenschein genommen. Unter Bachschwinden versteht man Flussbereiche im karstartigen Gelände, in denen Wasser im Untergrund verschwindet. Die Apfelstädt war in mehreren Sommern streckenweise trockengefallen. Anlieger und Angler vermuten, dass die Wasserentnahme für die Energieerzeugung im Rahmen der Westring-Kaskade dafür im besonderen Maße ursächlich ist.

Dirk Bergner ist Tiefbauingenieur und verfügt somit auch über eine Ausbildung im Wasserbau. Er bedauert, dass die Landesregierung nicht bereits im Sommer seiner Anregung gefolgt ist. Bergner wollte bei großer Trockenheit testen lassen, wie sich der Wasserlauf an den Bachschwinden verhält, wenn das für die Westringkaskade abgezweigte Wasser vollständig der Apfelstädt zugeleitet wird. „Diese Chance wurde leider verpasst“, so der FDP-Landtagsabgeordnete.