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Schleizer Dreieck bleibt Publikumsmagnet Nummer eins

83.Internationales Schleizer Dreieckrennen-IDM

Das Schleizer Dreieck bleibt im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auch im Jahr 2017 der Publikumsmagnet Nummer eins

SCHLEIZ/GREIZ. Das Schleizer Dreieck bleibt im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) der Publikumsmagnet Nummer eins. Insgesamt 28 500 Zuschauer – laut Veranstalter – säumten am vergangenen Wochenende die Traditionsrennstrecke. Im Rennen Superbike 1000, der Königsklasse im Rahmen der IDM, gab es mit Markus Reiterberger den erwarteten Favoritensieg.

Der Obinger lies bereits im Training keinen Zweifel darüber aufkommen, wer an diesem Wochenende der Chef auf dem Schleizer Dreieck sein wird. Neben Reiterberger belegten mit Dominik Vicon (D), Danny de Boer (B) und Jan Bühn (D) drei weitere BMW die ersten vier Startplätze. Im Rennen war gegen Reiterberger erwartungsgemäß kein Kraut gewachsen, über 24 Sekunden hatte er Vorsprung im Ziel vor dem zweitplatzierten Alt (D). Der Yamaha-Pilot hatte sich im Verlauf des Rennens gegen den drittplatzierten Jan Bühn und den kurz vor Schluss gestürzten Vicon durchsetzen können.

Im Rennen zwei der Superbiker das gleiche Bild: Reiterberger setzte sich gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze und verschwand uneinholbar für den Rest des Feldes. Den dreifachen BMW-Triumpf im zweiten Umlauf der Superbiker komplettierten Vincon und de Boer. Das ursprünglich auf 18 Runden angesetzte Rennen musste in der 13. Runde wegen eines Sturzes von Jan Bühn in der Start-Ziel-Chikane vorzeitig abgebrochen werden. Seine Maschine lag mitten auf der Fahrbahn und verhinderte einen Fortgang des Rennens. Bühn selbst kam mit leichten Blessuren davon. Mit den beiden Siegen in Schleiz baute Reiterberger seine Führung in der Gesamtwertung der Superbike 1000 weiter aus.

Der Rückkehrer aus der Superbike Weltmeisterschaft kommt derzeit auf 145 Zähler und beendete die bislang sechs Läufe fünfmal als Sieger und einmal als Zweiter.

Mit Thomas Gradinger gab es auch in der Supersport 600 einen Doppelsieger. Der Österreicher hatte im samstäglichen Rennen im Ziel einen Vorsprung von über vier Sekunden vor seinen Yamaha-Marken-Kollegen, Max Enderlein (D). Rang drei ging mit Kevin Wahr (D) an einen weiteren Yamaha-Piloten. Dieser Zieleinlauf sollte sich auch im zweiten Rennen wiederholen. Beachtlich im Feld der Supersport-600-Piloten schlug sich der Schleizer Thomas Walther, der im Rennen eins auf Rang fünf einkam.

Nicht ganz so gut lief es für den Routinier im zweiten Rennen, hier verhinderte ein schleichender Plattfuß ab der achten Runde, eine bessere Platzierung. Unter dem Strich reichte es jedoch noch für den zehnten Gesamtrang.

Die beste Platzierung aus Ostthüringer Sicht erreichte Troy Bude an diesem Wochenende. Der 14-jährige Pößnecker gewann das erste Rennen der Supersport 300, das in der siebenten Runde ebenfalls aufgrund eines Sturzes vorzeitig beendet werden musste. Im zweiten Umlauf lieferte sich der Nachwuchspilot einen packenden Dreikampf mit Tim Georgi und Jan-Ole Jähnig. Beim Überqueren der Ziellinie hatte der Gaststarter Georgi mit 0,420 Sekunden die Nase vorn. Ganze 0,007 Sekunden brachte der zweitplatzierte Bude zwischen sich und den auf Rang drei folgenden Jähning. Den Erfolg des Beinlich-Racing-Teams in dieser Nachwuchsklasse komplettierte der Naumburger Lukas Franke mit den Plätzen vier und fünf.

Mit Christoph Beinlich hatte das Racing-Team aus Pößneck im Yamaha-R6-Cup ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Der 21-jährige Sohn des Teamchefs wusste mit zwei zweiten Plätzen zu überzeugen. Mit Marc Zellhöfer fand er jedoch seinen zweifachen Bezwinger.

Schlosser/Hofer galten nach ihrer überzeugenden Trainingsleistung als klarer Favorit für die beiden Rennen der Sidecars. Die beiden Schweizer mussten jedoch im ersten Rennen, nach einem verpatzten Start, eine gehörige Aufholjagd starten. Einen Angriff auf die Sieger, Benny Streuer und seinem niederländischen Landsmann Daalhuizen, konnten sie jedoch nicht mehr starten, dazu fehlte ihnen die Zeit. Im Ziel musste sie sich um ganze 0,832 Sekunden geschlagen geben. Platz drei ging an das bayrisch-sächsische Team Sattler/Neupert.

Im zweiten Rennen der Sidecars hatte der amtierende Weltmeister Streuer nur kurzzeitig die Nase vorn, dann fuhr Schlosser auf und davon. Im Ziel betrug sein Vorsprung über acht Sekunden auf Streuer. Platz drei ging erneut an Ex-Meister Sattler. Zufrieden mit ihren Ergebnissen zeigten sich der Münchenbernsdorfer Pascal Pfaucht und sein Passagier Michael Prudlik, die die Plätze neun und elf, in einem gut besetzten Starterfeld belegen konnten.

www.schleizer-dreieck.de/Jürgen Müller @01.08.2017

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